Wohnheim für junge Flüchtlinge

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Wohnheim für minderjährige Flüchtlinge im Landkreis Coburg

Seit dem 1. Oktober 2015 betreibt die Psychosoziale Beratungsstelle Coburg [Bayern] ein Wohnheim mit zehn unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen. Ziel der Mitarbeiter der Beratungsstelle Coburg ist es, gemeinsam mit den minderjährigen unbegleiteten Flüchtlingen in der Wohngruppe einen Orientierungs- und menschlichen Bezugsrahmen zu schaffen. Sie wollen menschliche Zuwendung und Perspektiven geben, die Ankunft in einem fremden Land und einer fremden Kultur erleichtern, Barrieren entfernen und die Grundlagen für das spätere selbstständige Leben der Jugendlichen vorbereiten.

Orientierung und Perspektiven geben

Die Jugendlichen aus z. B. Syrien haben sich mit unterschiedlichsten Wünschen auf die beschwerliche Reise nach Deutschland gemacht. Viele von ihnen haben traumatische Erfahrungen machen müssen, wie z. B. den Verlust ihres Zuhauses, von Familienangehörigen und Freunden, Gewalt- und Mangelerfahrung. Allen gemeinsam war die Hoffnung auf Frieden, eine bessere Zukunft und Ruhe für sich und ihre Familien. Das Team möchte dazu verhelfen, dass sie neue Perspektiven für sich finden können.

Integration

Es wurde deutlich, dass die Vorstellungen der Jugendlichen von Deutschland, den hiesigen Strukturen und Lebensweisen, ebenso unterschiedlich sind, wie die Jugendlichen selbst. Während einige darauf hoffen, hier studieren zu können, wünschen sich andere, schnellstmöglich in Arbeit zu kommen, um ihre Familien unterstützen zu können. Ein wesentlicher Bestandteil dessen ist die deutsche Sprache, die für viele der Jugendlichen eine große Herausforderung darstellt, aber entscheidend für die Integration ist. Mit dem Zusammenleben der Jugendlichen und der Mitarbeiter treffen nicht nur kulturelle Unterschiede, sondern auch unterschiedliche religiöse Vorstellungen aufeinander. Der christliche Glaube begegnet muslimischen Religionsgrundsätzen, was eine große Herausforderung bedeutet, aber auch eine Chance auf menschliches gegenseitiges Verstehen und Akzeptieren. In dieser Arbeit wird großer Wert darauf gelegt, den Jugendlichen christliche Werte wie Nächstenliebe, Rücksichtnahme und Gleichberechtigung nahezubringen.

Suchtprävention

Auch hier prallen unterschiedliche Kulturen aufeinander. Im gemeinsamen Gespräch nach Konflikten versuchen die Mitarbeiter positive Problemlösekompetenzen zu entwickeln, um nicht nur Delinquenz, sondern auch Alkohol- und Drogenkonsum entgegenzuwirken. Sie möchten den Flüchtlingen andere Strategien an die Hand geben, mit denen sie Probleme konstruktiv bearbeiten und bewältigen können; sie stärken für ein zufriedenes und freies Leben in einer ihnen fremden Kultur.

Weitere Mitarbeiter

Mitarbeiter-Team

des Wohnheims

Leitung/Verantwortung

Michael Köhn

Kontakt

Psychosoziale Beratungsstelle Coburg
Gemüsemarkt 1
96450 Coburg

Fon: 09561-90538
Fax: 09561-513480
Mail: m.koehn@blaues-kreuz.de
Web: www.blaues-kreuz.de/coburg

Michael Köhn

Leiter der Suchtberatungsstelle, des ABW und des Wohnheims für unbegl. Flüchtlinge, Diplom Sozialpädagoge (FH)